Hunde und Stärke

Rund um den Futternapf
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Silvie
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Re: Hunde und Stärke

Beitrag von Silvie » 10. Feb 2013 13:06

Meine Güte- soll doch jeder das füttern was er für richtig hält... so langsam aber sicher kann ich diese Diskussionen nicht mehr hören!

Es gibt gute TroFu's und es gibt falsches barfen... und so lange es dem Hund gut geht, er gesund ist und sein Futter gerne frisst können die mir jede Woche eine neue Statistik rausbringen. Ich bleibe bei der Methode die ich für meine Hunde bewährt hat. :ergeben:

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Anne
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Re: Hunde und Stärke

Beitrag von Anne » 10. Feb 2013 13:31

Silvie hat recht
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Thema eröffnet:
Monika

Re: Hunde und Stärke

Beitrag von Monika » 10. Feb 2013 13:36

Sorry, ich wollte nicht streiten - ich werd mir beste Mühe geben, in Ruhe zu schreiben. :ergeben:

Ich drücke es mal so aus:

Natürlich könnte man alles auf molekularer Ebene erklären, allerdings hatte ich beim Schreiben des obigen Textes mein hauptsächliches Augenmerk auf die Verständlichkeit gelegt. Deshalb kamen mir die populärwissenschaftlich aufbereiteten Motive aus der verlinkten Sendung gerade recht, denn sie trifft im Kern die Wahrheit. Ähnlich ist es ja auch mit der Behauptung "Als es kälter wurde, wuchsen dem Mammut Haare, als es wärmer wurde, felen sie ihm wieder aus." Nicht wissenschaftlich korrekt, aber nicht unwahr.
Wissenschaftlich aufbereitet könnte ich das auch wiedergeben, hätte nur einige Tage mehr daran zu tun mit dem Erfolg, dass es kaum oder überhaupt nicht gelesen und dann möglicherweise nicht verstanden wird.

Im Kern ging es mir darum, einmal zu hinterfragen, ob optimale Bedingungen wirklich das Beste für unsere Hunde sind und weiter den Begriff Epigenetik ein wenig von seinem negativ geprägten Image der ewigen Abwärtsspirale zu befreien.

@Sandy: Die Verabreichung des immer selben Trockenfutters, wahrscheinlich mit einem Sortenwechsel in größeren Abständen, sorgt automatisch für einen steten unterschwelligen Mangel, denn das perfekte Futter gibt es nie und nimmer. Und das bedeutet Training für die Vitalität. Solange die Hunde auch anderes Vertragen, sehe ich kein Problem.

LG
Zuletzt geändert von Monika am 10. Feb 2013 13:37, insgesamt 2-mal geändert.


Thema eröffnet:
Nakura

Re: Hunde und Stärke

Beitrag von Nakura » 10. Feb 2013 14:22

Ich versuche Sachlich zu bleiben:

Liebe Monika,

deine hier dagebrachten Theorien beruhen auf der Unterhaltung dienlichen Fernsehberichten, was sich aus deinem Link hervorgeht. Jemanden aufgrund der Aufklärung eines Begriffes, der nicht grade dem Vokabular eines jeden vorhanden ist, zu Verurteilen oder gar als Unglaubwürdig darzustellen ist alles andere als Sozialkompatibel.

Nun zu deiner eigentlichen Behauptung:
Du behauptest, dass die Evolution innerhalb weniger Generationen bewirkt einen canivoren zu einem herbivoren Organismus zu entwickeln. Zitat: "Die Verdauung kann sich tatsächlich innerhalb weniger Generationen radikal umstellen. Das ist auch der Menschheit geschehen, als sie anfing, Getreide anzubauen und dann, als sie Milch und Milchprodukte zu verzehren begann."
Der Mensch war schon immer ein omnivores Lebewesen, welches auf die Verwertung verschiedenster Nährstoffe spezialisiert ist.
Nächstes Zitat: "Als sie merkten, dass sie allenfalls kleine Mengen der genannten Substanzen vertrugen, bauten die Menschen diese Nahrungsmittel geringfügig in ihre Ernährung ein und trainierten ihr genetisches Gedächtnis darauf." Die Gene merken nichts, sie sind jediglich dafür verantwortlich was der Organismus ist. Neue eigenarten wie zum Beispiel längeres Fell kann durch Rekombination oder Mutation also einem Fehler der Kopplung im rahmen der Meiose, also der Zellteilung. Andere Möglichkeiten wären der natürliche Genntransfer, Isolation, Migration oder Gendrift nur so als Erläuterung. Mit lägerem Fell ausgestattet ist der Organismus nun entweder besser oder schlecher Angepasst. Ist er besser Angepasst wird er seine Gene in größerer Zahl weiter geben können als andere Tiere mit kürzerem Fell. Dieses Prinzip nannte man früher "das Überleben des Stärksten" heute heißt es "Überleben der Angepasstesten" oder auch desjenigen mit der größten reproduktiven Fitness. Nichts anderes beschreibst du, nur halt eben wie es die Unterhaltungsmedien falsch vorsagen.
Zitat: "Dieses genetische Gedächtnis sorgte also dafür, dass die Erbanlagen der direkten Nachkommen schon ein wenig auf die neuen Nahrungsmittel umprogrammiert wurden und diese damit bereits etwas größere Mengen davon vertragen konnten." Dieses mal darf ich dir sogar zum Teil zustimmen, es ist möglich einen Organismus an bestimmte Gifte zu gewöhnen, nur dauert das sehr lange und ist nicht mal eben innerhalb von 10-15 Generationen möglich. Was auch erklärt warum wir aus der großen Auswahl an Alkohol nur eine bestimmte Verbindung (und die sogar nur in Maßen) überleben.
Zitat: "Das ist Evolution und selbige quillt schier über vor Beispielen, wie sich Pflanzenfresser aus Raubtieren und Raubtiere aus Pflanzenfressern entwickelten." Natürlich! Sie hatten ja auch die Zeit dazu!
Den Rest des Absatzes aus dem dieses Zitat stammt hättest du gerne für dich behalten können, zumindest wenn du dich nicht ganz ins Lächerliche ziehen wolltest. Danke also für diesen Teil ich habe gut gelacht.

Zitat: "Die zwingende Folgerung daraus kann doch nur lauten: Kein Organismus, weder der menschliche, noch der hündische, ist für perfekte Umweltbedingungen gemacht. Im Gegenteil, in jedem schlummert mehr oder weniger Potential zur Anpassung. Die Verleugnung dieser Lebenskraft bedeutet nicht, die Evolution zu stoppen im Sinne eines Erhalts der Ursprünglichkeit, nein, sie bedeutet, die Evolution und damit die Vitalität selbst zu brechen mit schrecklichen und leidvollen Konsequenzen." Wären sie perfekt Angepasst hätten sie ALLE anderen Tiere in ähnlichen ökologischen Nischen verdrängt, unangepasste Eigenschaften wären in der Population aufgetaucht und es wäre wieder ein ökologisches Gleichgewicht entstanden. Der einziger Grund warum der Hund ist was er ist sind die Menschen. Beim Züchten von Tieren spricht man vom Züchten und nicht von Evolution! Deine These ist leider so Falsch, dass sie in einem Paralleluniversum schon wieder Richtig sein könnte.

Ähm... folgendes Zitat hat nun echt nichts mehr mit Evolution zu tun, der arme Darvin wird sich im Grabe drehen: "Euer Hund verträgt "kein" Getreide? Gut, habt Ihr mal getestet, ob er kleinere oder gelegentliche Gaben verträgt? Nein? Woher wollt Ihr dann wissen, dass er Getreide so überhaupt nicht verträgt?
Man kann jeden Organismus durch die dosierte Auseinandersetzung mit Ungewohntem, "Ungesundem" und Unverträglichen trainieren und damit die individuelle Fitneß sowie die der kommenden Generationen stärken. Und das ist das Mindeste, was wir tun sollten."
Der Grund meines jetzigen Lach-Flash´s: Gene können nicht erlernt werden, sie sind quasi Passiv, sie sind der Bausatz nicht das Gehirn oder die Oberfläche des Darms!

Du möchtest eine ernsthafte Diskussion führen und berufst dich auf gefährliches Halbwissen, bitte überdenke erst dein Verhalten bevor du unsers mit eben jenen falschen Behauptungen beeinflussen möchtest. Denk also daran es gibt Menschen die glauben was du da von dir gibst.

Zum Schluss noch ein sehr passendes Zitat von Silvie, danke dafür:
"Es gibt gute TroFu's und es gibt falsches barfen... und so lange es dem Hund gut geht, er gesund ist und sein Futter gerne frisst können die mir jede Woche eine neue Statistik rausbringen. Ich bleibe bei der Methode die ich für meine Hunde bewährt hat. "

Danke für eure Aufmerksamkeit

Nina


Sabrina
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Re: Hunde und Stärke

Beitrag von Sabrina » 10. Feb 2013 15:03

Hallo Nina!

Deinen Worten:

Jemanden aufgrund der Aufklärung eines Begriffes, der nicht grade dem Vokabular eines jeden vorhanden ist, zu Verurteilen oder gar als Unglaubwürdig darzustellen ist alles andere als Sozialkompatibel.

kann ich mich nur anschießen.
1. ist ein Hundeforum sicher nicht geeignet um über Genetik zu fachsimpeln
2. ist man als Laie dazu geneigt jegliche fachgesimpelte These zu glauben weil man es eben nicht besser weiß und
3. sollte man wissen wovon man schreibt (Studium, Beruf o.ä.) und sich nicht auf Internetinformationen beziehen das eben nicht immer fachlich richtig ist


Wenn sich die Leute nur halb soviel mit ihrer eigenen Ernährung beschäftigen würden wie mit der Ernährung ihres Hundes dann würden Volkskrankheiten wie Diabetes mellitus, Hypertonie, Gicht uvm nicht beständig wachsen....

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Silvie
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Re: Hunde und Stärke

Beitrag von Silvie » 10. Feb 2013 15:35

Vielen Dank, Nina- genau meine Meinung!

Ich möchte hier nicht darüber fachsimpeln welche Form der Ernährung für den Hund am Besten ist oder nicht... ich hoffe nur das jeder seinen gesunden Menschenverstand einschaltet.

Der Hund ist rein "Verdauungstechnisch" gesehen sehr ähnlich wie der Wolf (sonst währen diese Beiden Spezies gar nicht mehr in der Lage sich gemeinsam fortzupflanzen, sind sie aber) - und auch wenn er wahnsinnig anpassungsfähig ist, so bleibt er ein Raubtier dessen Magen-Darmtrakt nicht auf das verwerten grosser Mengen Getreide ausgelegt ist. Es gibt Hunde die vertragen es dennoch Problemlos, andere haben eher Mühe damit.

Meine vertragen es zwar- haben allerdings Unmengen an Output und magern auch ab, wenn man ihnen nicht entsprechend mehr füttert.
Dabei spielt es keine Rolle ob das Getreide sich im TroFu befindet, oder dem Rohfleisch frisch beigemischt wurde.

Auf der anderen Seite haben wir die diversen "neuartigen" Industriefutter die mit abartig hohem Proteingehalt daher kommen - teilweise 50% und mehr :erstaunen:
Das ist ebenfalls nicht artgerecht, denn wenn wir mal als Richtwert die Fütterung mit Rohfleisch nehmen kommen wir kaum über 30 % verwertbarem Protein- selbst wenn man Fleisch pur und ohne Zusätze verfüttern würde (was man ja nicht macht) enthält dieses nämlich zum grössten Teil Wasser.

Wie sagt man so schön? "Die Menge macht das Gift"- nach diesem Motto sollte man es auch mit der Ernährung halten...beim Hund und auch der eigenen :zwinkern:


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Monika

Re: Hunde und Stärke

Beitrag von Monika » 10. Feb 2013 16:23

@Silvie: Nichts anderes habe ich geschrieben. Ich habe den Text wie gesagt an einigen Stellen veröffentlicht und die Reaktionen sind bemerkenswert unterschiedlich:
Einmal sind alle einverstanden und fühlen die verschiedensten Fütterungsstrategien bestätigt, dann wieder fühlt sich der ein oder andere Teil angegriffen. Meine Intention war weder noch. An einigen Stellen hat es sich nicht ergeben, anderswo sind kreative Diskussionen entstanden.
Und wenn es jetzt wieder wen auch immer nicht interessiert, was ich schreibe, frage ich mich, warum man es dann liest. :weissnicht:

LG


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Snapdog

Re: Hunde und Stärke

Beitrag von Snapdog » 10. Feb 2013 16:30

Silvie hat geschrieben:Meine Güte- soll doch jeder das füttern was er für richtig hält... so langsam aber sicher kann ich diese Diskussionen nicht mehr hören!

Es gibt gute TroFu's und es gibt falsches barfen... und so lange es dem Hund gut geht, er gesund ist und sein Futter gerne frisst können die mir jede Woche eine neue Statistik rausbringen. Ich bleibe bei der Methode die ich für meine Hunde bewährt hat. :ergeben:

:ja: Genauso ist es.

Ist bei uns Menschen ja nicht anders, jeder nimmt das zu sich was er für RICHTIG hält.


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Nakura

Re: Hunde und Stärke

Beitrag von Nakura » 10. Feb 2013 16:54

Sag mal Monika was erwartest du bitte von normalen Menschen (nicht Biologen, quasi Laien) für eine Diskusion über Thesen, die du nicht logisch mit Argumenten belegen kannst, deren Quelle zweifelhaft und dessen verbreitung durch dich derart Provokant ist?

Wie kommt man eigentlich auf die super sinnlose Idee ein und das selbe Geschwätz in verschiedenen Foren zu verbreiten und die Reaktionen abzuwarten? Siehst du uns als Versuchsobjekte frei dem Motto mal sehen wer das glaubt? Findest du es lustig Leute zu provozieren? Oder musst du erst lesen was die Mehrheit zu einem Thema sagt bevor du entscheidest was du für Richig hälst?

:wut: :wut: :wut:


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Monika

Re: Hunde und Stärke

Beitrag von Monika » 10. Feb 2013 23:20

Wo soll ich das behauptet haben, Sandy?

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