Tierfutterindustrie - Alles nur Betrug?

Rund um den Futternapf
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Vanny
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Tierfutterindustrie - Alles nur Betrug?

Beitrag von Vanny » 23. Sep 2012 20:18

Hallo ihr lieben,

Ich habe gerade angefangen ein Buch zu lesen & habe davor schon einen Auszug von einem anderen Buch durchgelesen und ich bin geschockt. In diesen Büchern geht es um die Tierfutterindustrie speziell um Trockenfutter und es ist einfach nur abartig. Sobald ich die Bücher durchhabe berichte ich euch über alles. Aber es ist sehr erschreckend, obwohl es eig. logisch ist. Hunde / Katzen sind Fleischfresser und wir füttern Trockenfutter? Jeder Hersteller gibt an dass nur das beste für das Tier drin ist aber der größte Anteil an Trockenfutter ist nun mal Getreide. Trockenfutter braucht im Durchschnitt 24 Stunden bis es durch den Darm gewandert ist Rohfleisch dadurch nur 8 Stunden! :erstaunen:
Mir was das noch nie so bewusst, weil heutzutage jeder Trockenfutter füttert, aber im nachhinein fällt mir immer mehr auf Menschen die immer bzw. fast nur Trockenfutter füttern sind mit Krankheiten belastet d.h. Allergien, Abmagerung, Geschwulste, Nieren - u. Leberprobleme, epileptische Anfälle, Schlaganfälle usw. :ergeben: wo ich im realen Leben auch schon mitbekommen habe wenn man fragt was derjenige füttert antwortet fast jeder "Fertigfutter".
Meine Tante war heute zu Besuch und hat mir eines dieser Bücher mitgebracht und hab mit ihr stundenlang darüber geredet. Es ist echt sehr erschreckend, denn auch ihr ist es erst da so richtig bewusst geworden. Da sie auch Greyhounds züchtet "Collage´s", hatte sie auch schon mehrere Fälle wo sie angesprochen wurde was sie falsch machen würden, weil die Hunde richtige gesundheitliche Probleme hatten, wo dann Diätfuttermittel oder wenn sie sich garnicht mehr weiter wussten Medikamente wie Kortison verschrieben haben, wo denn Hund noch mehr Probleme verschafft. Die Nebenwirkungen von Kortison ist ja jedem bewusst und wird ja gerne als "Notlösung" eingesetzt.
Je mehr ich drüber nachdenke, desto mehr wird es mir bewusst. Ich arbeite ja in der Veterinärmedizin und früher gab es das bei Hunden garnicht wie Allergien oder Schlaganfälle oder sonst etwas - warum? Früher hat man für sein Tier gekocht bzw. die "Abfälle" wie Pansen etc. denn Hunden zum fressen gegeben. Oder in irgendwelchen Länder wo die Hunde zur Jagd noch eingesetzt werden wie in Algerien. Ein Bekannter ist da immer wieder auf Montage und Sloughi Fan. Die bekommen Hühnerfüsse und die Innereien von dem gejagdten Huhn. Die Tiere werden im Durchschnitt nicht sehr alt, aber das liegt daran dass sie auch mit Tieren wie Hyänen kämpfen müssen und dadurch körperlich am Ende sind ( was natürlich auch sehr traurig ist ) aber sozusagen wie es die Natur bestimmt.. und nicht an irgendwelchen Krankheiten wo die Industrie fördert! :wut:

Also ich habe jetzt 30 Seiten gelesen und bin wirklich geschockt. Ich musste euch einfach darüber berichten. Es ist sehr logisch wenn man sich ausreichend mit dem Thema "Anatomie & Physiologie von Fleischfressern" beschäftigt hat.
Da erinnert mich es schon wieder an Vivo. Vivo hat bevor er zu uns kam, bestand seine Ernährung aus einer Getreidemischung mit Flocken usw. ( ich sag immer Vogelfutter dazu ) Gemüse und Obst. Wo war das Fleisch? :wut:
Er war ein Skelett mit Haut überzogen und das Fell stumpf und struppig... schrecklich sah der aus & da meine Ernährung aus viel Fleisch besteht, viel gekocht mit rohem Gemüse und vllt abends als Abendsnack ne handvoll Trockenfutter bekommt, hat er sich so toll entwickelt. Ich bin 100% davon überzeugt wäre der Hund bei der Vorbesitzerin geblieben wäre er schon längst im Regenbogenland. Und das Resultat im Alter : Niereninsuffizienz, Bandscheibenvorfall, Prostataprobleme usw.
Das kann doch nicht alles nur Zufall sein?

Was meint ihr dazu?
Berichte euch wenn ich das Buch zu Ende habe und sobald meine Tante das 2te Buch fertig hat krieg ich das auch und werde mich gespannt ransetzen. Ich persönlich finde dieses Thema sehr wichtig, da wir auch nicht immer das Wissen eines Tierarztes haben und unsere Tiere nicht mit Futter krank machen bzw. dann mit Medikamenten und Diätfuttermittel tot therapieren.

Wer sich für den Auszug des Buches das ich noch bekomme interessiert kann ich es gerne per E-Mail oder so schicken. Hier fällt es zu klein aus damit man es nicht richtig lesen kann.

Liebe Grüße an euch und euren Wuffis :-)
Vanessa

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Re: Tierfutterindustrie - Alles nur Betrug?

Beitrag von Dobby » 24. Sep 2012 10:40

Hi Vanny

hm, ich persönlich glaub, dass es bei dem Thema Fütterung oft ein schwarz-weiß Denken gibt: entweder TroFu oder Barf. Ganz oder gar nicht. Böse oder gut.

Aber meine Einstellung dazu ist grau: Nicht alles Trockenfutter muss m.E. verflucht werden und nicht alle Rohfütterung ist Gold. Auch mit Barf kann man sicherlich viel falsch machen. Ich teilbarfe daher, weil ich mir nicht zutraue, hier alles richtig zu machen. Zum Um- bzw. Zurückdenken hat mich die Tatsache veranlasst, dass mein Kleiner mit 10 Wochen (und er wurde schon beim Züchter nur gebarft, bei mir die ersten zwei Wochen auch) ziemlich gern Dreck und Steine gefressen hat. Ich habe daraufhin eine Portion am Tag durch Trofu bzw. Dose ersetzt und die Probleme sind innerhalb weniger Tage verschwunden.

Was die Auswahl von TroFu bzw. Dose, schaue ich mir an, welche Bestandteile drin sind. Wichtig für meine Entscheidung: Hoher Fleischgehalt, aber auch eine Kohlehydratquelle (wie Kartoffeln oder Reis) und Gemüse.

Es gibt Barf-Verfechter, die führen ins Feld, dass Erhitzen (egal ob für Trockenfutter oder Dose) die Eiweiße zerstört. Das ist aber (wie ich neulich in einem Ernährungsseminar gelernt habe) nicht ganz richtig. Die Aminosäureketten werden zwar aufgelöst, die Aminosäure an sich bleibt aber unverändert bestehen und ist das, was für die Ernährung bzw. den Stoffwechsel wichtig ist.

Insofern glaube ich, dass auch hier manche Verteuflungs-Ansichten nicht immer objektiv sind und ein Mittelweg möglicherweise eine ganz gute Lösung darstellt. Sicher kann ich das zwar nicht sagen, aber wer kann das schon? Meine Jungs sind gut im Futter, glänzen wie die Speckschwarten, sind fit und agil. Aber es sind halt junge Hunde und wer weiß, was in 10-12 Jahren ist...

Papier jedenfalls hält still - egal, was drauf steht und welche Aussagen letztlich die Richtige ist. :-)
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Re: Tierfutterindustrie - Alles nur Betrug?

Beitrag von verspera » 24. Sep 2012 14:35

Das was Dobby sagt, kann ich so unterschreiben.

Bei deinem Post musste ich ein wenig schmunzeln. Denn welche Nahrung ist denn wirklich noch "Bio"? Also ich meine jetzt in erster Linie auch die Nahrung für den Menschen. Auch hier ist lange klar, dass nicht das drin ist, was drauf steht. Und ich müsste schon in Chemie und Bio ein Diplom gemacht haben, um wirklich alles bis ins Detail zu verstehen. Aber mal ehrlich? Wie gut achtet ihr selbst auf eure Nahrung? Nen Kinderriegel zwischendurch oder ein Nutellabrötchen oder auch ein "ach so gesunder" Joguhrt?

Futter ist und bleibt ein heikles Thema. Ich war auch "Barfanhängerin" ;) Habe aber für mich und meine Hunde feststellen müssen, dass es nicht optimal ist. Und es gibt mittlerweile genügend Trockenfutter und Nassfuttersorten auf dem Markt, die man ruhigen Gewissens füttern kann. Auch hier muss man sich schlau lesen und auch hier kann man sich eben nicht auf die "super Werbung" verlassen. Aber ich denke das ist (fast) jedem klar. Ich arbeite seit kurzem in einem Tiergeschäft und da gibt es so manche "lustig" Begebenheiten, die man zusammengefasst so gar nicht fassen kann ;)
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Re: Tierfutterindustrie - Alles nur Betrug?

Beitrag von Vanny » 24. Sep 2012 14:40

Hey Dobby,

ja klar da gebe ich dir vollkommen recht. Natürlich weiss jeder was in der Futterindustrie gemacht wird nicht alles gut ist, aber was ich dagelesen habe ist echt nicht mehr normal und da werden große Marken erwähnt von Hund & Katze wie z.B. Whiskas, Royal canin, Hill´s usw. Und ich persönlich fand einfach nur abartig, dass diese Markenprodukte ja nicht gerade billig sind und dann sowas drin ist wie Haut, Haare, Pelz, Federn, Klärschlamm etc. Das ist für mich eine Schweinerei!

Sehr interessant finde ich solche Absätze wie z.B. dieser über Tiermehl :
"Tiermehl wurde zum Symbol der Perversionen der modernen Agradproduktion. Tiere, denen ihre eigenen Artgenossen zum Fraß vorgeworfen werden- ohne dass sie das erkennen können. Das Tiermehl hat kein Gesicht. Nichts mehr erinnert an das Wesen, das es einst war. Es ist nur noch Futter, Proteinquelle und eine billige dazu. Die Tiermehl - Affäre zeigt auch, dass die Tiere selbst eigentlich ganz gut wissen, was für sie das Beste ist. Sie würden Tiermehl niemals fressen. Sie würden vieles von dem, was die Menschen ihnen vorsetzen, niemals fressen. Sie fressen es nur, weil es ihnen mit allerlei chemischen Hilfen schmachhaft gemacht wird. Weil jene Geschmacksnoten, die die Tiere als Alarmsignal empfinden würden, mithilfe von Aromen und Geschmacksverstärkern "maskiert" werden."

oder dieser

" Es sind nicht mehr die großen Seuchen, die Infektionskrankheiten, die sich ausbreiten. Es sind die chron. Krankheiten die heute zu Epidemien geworden sind. Die Vierbeiner z.B. wurden so dick, dass die US- Regierung Anfang 2007 sogar eine Schlankheitspille für Hunde zugelassen hat. & die Qualität der Nahrung spielt eine große Rolle. Die industrielle Abfallverwertung über das Tierfutter schadet dem Tier, meint jedenfalls der Hamburger Tierarzt Dirk Schrader: "Die Müllkippe Hund explodiert", sagt der Veterinär, der in einer kleinen Villa in Hamburg Rahlstedt Haustiere behandelt. Die Werbung spiegelt eine Welt vor, in der die Katze glücklich ist, und der Mensch auch. Die Wahrheit ist : Der Mensch ist einsam, und die Katze hat Diabetes. Der Mensch hat die Tiere nach seinen Bedürfnissen gezüchtet,erzogen,dressiert und gefüttert. Das Haustier als Freund, das Nutztier als Futter. Um das Tier geht es nicht, es geht um den Menschen. Die Futterindustrie hat das Tier zum Objekt menschlicher Bedürfnisse gemacht. Und das an einem ganz elementaren Punkt: bei der Ernährung. Es ist nur so: Tiere sind eig. nicht so. Tiere sind eigenständige Wesen mit eigenständigen Bedürfnissen. Sie wollen eig. ganz andere Sachen fressen. Die Futterindustrie muss das negieren ; schließlich kaufen nicht die Tiere das Futter, sondern die Menschen.Sie füttern die Haustiere also mit vermenschlichten Menüs. Und sie mästet die Nutztiere mit Rationen, die nur einem einzigen Ziel dienen: größter Profit in kürzester Zeit. Artgericht ist das nicht, Es ist wider die Natur. Und jetzt rächt sich die Natur. Mit Krankheiten, die direkt oder indirekte Folge der Fütterung sind."

Da wird man schon nachdenklich :nono:

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Re: Tierfutterindustrie - Alles nur Betrug?

Beitrag von Vanny » 24. Sep 2012 15:18

Hallo verspera,

Auch da gebe ich dir recht. Ich sage ja nicht das alles schlecht ist, aber wie du schon sagstest um erstmal zu wissen was da alles drin ist müsste man ein Diplom in Biochemie absolvieren und das finde ich nicht in Ordnung!
Bei uns Menschen werden die Produkte wenigstens noch regelmäßig kontrolliert und untersucht ob alles so drin ist wie es auf der Verpackung steht. Bin gerade selber in der Lebensmittel - Sensorik tätig und auch da bin ich erstaunt wie die Industrie die Menschheit vor irgendwelchen Stoffen im dunklen stehen lässt.
Aber leider ist ja immer noch ein großer Unterschied zwischen Mensch und Tier. Da gibts ja die Kategorie für den menschlichen Verzehr also unsere Lebensmittel und die Kategorie wo für den menschlichen Verzehr nicht mehr geeignet ist und Produkte die wir einfach nicht verwerten wollen. Da sind wir schon bei dem Punkt warum sollte man seinem Tier etwas geben was für den menschlichen Verzehr nicht mehr geeignet ist? :weissnicht:
Vielleicht sehe ich das ein wenig zu eng, aber ich persönlich finde wie in den Absätzen aus dem Buch schon geschrieben.. Der Hund würde sicher vieles nicht von selbst fressen nur doch die ganzen chemischen Hilfsmittel wird es für den "Menschengebrauch" tauglich, sowie die Tiere fressen es auch. Tiere mögen zum Teil stinkende Sachen wie Pansen usw., das würde sich aber NIEMALS vermarkten lassen weil es unangenehm für den Käufer, sprich für den Besitzer riecht.

Genauso eine Sache mit dem Diätfuttermittel. Vivo hat ja auch welches bekommen wegen seiner Niere. Aber man musste ihn schon fast dazu zwingen es zu essen und es ging ihm hinterher nicht besser, sondern schlechter. Ich habe ein dreiviertel Jahr probiert weil der Tierarzt darauf bestanden hat und haben 2 Sorten TF und NF durch, weil die Niere ja sonst noch schlimmer leiden würde etc. Das Resultat Vivo hat nun 11,8 kg und es ist schwer wieder was auf seine Rippen zu kriegen obwohl er frisst wie ein Mähdrescher und die Werte hatten sich auch verschlechtert. Vivo isst jetzt wieder so wie er lustig ist, er kriegt alles was er will weil ich einfach nicht möchte dass er in seinem Alter noch auf irgendetwas verzichtet muss und siehe da die Blutwerte sind besser.

Außerdem muss die Nahrung ja nicht "Bio" sein, aber es ist nun mal Fakt seit es dieses Fertigfutter gibt, gibt es mehr Beschwerden und Krankheiten als damals diese Fertigfutter noch nicht gab und sie die Essensreste und den "Tierabfall" bekommen haben. Ich bin der Meinung was dem Mensch nicht schadet, schadet dem Tier nicht und andersrum genauso was dem Menschen schadet kann dem Tier ja nur Schaden.

Darf man den fragen wieso Barfen nicht für dich optimal ist?

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Re: Tierfutterindustrie - Alles nur Betrug?

Beitrag von Dobby » 24. Sep 2012 17:02

auch hier kann ich vielleicht nochmal aus meinem kürzlich besuchten Seminar Wissen weitergeben.

Laut Verordnung muss in Deutschland produziertes Futter (egal ob TroFu oder Dose) lebensmittelstandard haben. Also darf weder Klärschlamm noch Gummiabrieb noch sonst irgendwas rein, was dort nicht reingehört. Das mit dem Soll und dem Ist wird (hoffentlich) auch regelmäßig überprüft. Jedoch hat Deutschland m.W. recht hohe Standards. Das lässt sich sicherlich nicht von jedem Tierfutterproduktionsland sagen.

Was für den menschlichen Verzehr nicht mehr geeignet ist, kann aber dennoch für den tierischen Verzehr ok sein. Wenn zum Beispiel eine Kuh ein Abszess am Fuß hat, dann ist die Kuh für den menschlichen Verzehr raus. Beim Tierfutter hingegen darf der betroffene Fuß auch nicht mehr verwertet werden, jedoch der Rest der Kuh. Und jetzt mal ehrlich: wenn das Viech schon geschlachtet werden muss, warum dann nicht die verwertbaren Teile trotzdem auch verwerten? Für den menschlichen Verzehr ebenfalls nicht geeignet sind Teile wie zum Beispiel Euter, Pansen, Speiseröhren ect. Einfach, weil es hierfür keinen Markt gibt oder würdest Du Dir einen Euter braten? Und wenn das Viech wie gesagt schon geschlachtet ist, warum dann dem Hund nicht den Euter oder den Pansen geben.

Wie eingangs selbst erwähnt, war dies doch früher auch Gang und Gebe...

Die Angaben in diesen Schwarzbüchern (ich nehm mal an, das zitierte ist eines davon) sind m.E. ziemlich einseitig und vermutlich auch nicht immer wirklich bewiesen.

Versteht mich nicht falsch. Ich will hier niemanden in Schutz nehmen. Wenn was nicht in Ordnung ist, ist das wirklich gut und richtig, dass das angeprangert wird. Aber nur weil was geschrieben steht, muss man glaub ich trotzdem noch kritisch bleiben und nicht alles ungeprüft übernehmen...

Was das Diätfuttermittel angeht: auch da bin ich eher kritisch und guck auf der Verpackung die Zusammensetzung an. Leider haben auch vom Tierarzt verordnete Futtermittel oftmals als erste Zutat auf der Liste Getreide (egal ob Weizen oder was weiß ich was). Die Empfehlung des Tierarztes orientiert sich vermutlich an den Empfehlungen der Futterindustrie bzw. auch der nachgewiesenen Tatsache, dass ein zu hoher Eiweißgehalt Leber und Nieren belastet. In einem solchen Fall zum Beispiel falsch gebarft fast nur Fleisch zu füttern wäre also auch nicht richtig. Eher müsste eine Eiweiß-Reduzierung über Kohlehydrate erfolgen. Muss ja nicht gleich Weizen sein :-) Wie auch vespera geschrieben hat, müsste man hier echt Biologe oder Chemiker oder was weiß ich was sein. Mit einer Fleisch-Reis-Gemüse-Ration fährt man aber vermutlich nicht schlecht... Aber am Besten würdest Du das dann mal von jemandem genau ausrechnen lassen, wie sich eine ausgewogene Mahlzeit dann zusammen setzen müsste.

Schön am Barfen ist ja, dass man eher Einfluss drauf hat, was drin ist und wenn man es sich leisten kann, kann das auch der Rindergulasch vom Bio-Rind sein. Aber wie gesagt - es müsste dann schon Hand und Fuß haben.

"Lustig" oder zum Teil fragwürdig ist da schon, dass man sich so n Kopp um die Hundeernährung macht und sich Mensch dann das Fertiggericht in die Mikro schiebt, sich die Tütensuppe aufwärmt oder sich das Maggiepulver für den Schnitzelauflauf kauft. Und darum sucht die Industrie dann auch nach Schlankheitspillen für den Menschen und wundert sich über Diabetes und Blutwerte. Aber auch mit gesunder Ernährung - ausgewogen und komplett ohne Fertiggedöns, sondern bio und frisch und fettreduziert - kann man durchaus n paar Kilo zuviel auf die Waage bringen. Es sind nicht immer die Zutaten, das kann ich aus eigener Erfahrung berichten :-)
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Re: Tierfutterindustrie - Alles nur Betrug?

Beitrag von Vanny » 24. Sep 2012 18:10

Ich habe ja geschrieben es gibt die Kategorie für den Menschen zum Verzehr nicht geeignet und die wo für den menschlichen Verzehr theoretisch geeignet sind aber es keiner will wie du geschrieben hast Pansen etc. Das sind ja 2 paar Schuhe. Das mit dem Pansen finde ich völlig in Ordnung, aber ich glaube nicht dass jemand ein Buch bzw Bücher auf dem Markt bringt wo alles nur Vermutungen sind. Das muss ja aus sicherer Quelle und bekannt sein, sonst würde die Tierfutterindustrie bis auf den letzten Cent einklagen wegen Rufmord.

Das Beispiel mit der Kuh bin ich mir nicht ganz sicher, aber soviel ich weiss darf die Kuh für den menschlichen Verzehr genommen werden nur nicht wie du jetzt beschrieben hast der Fuß mit dem Abszess. Da erkundige ich mich gleich morgen mal, ich arbeite ja mit Tierärzten, Lebensmittelkontrolleure und Lebensmittelchemiker zusammen.

Ich finde einfach nur dass erschreckende und das kann jetzt auch nur ne Vermutung von mir sein, für mich aber ein logischer Zusammenhang. Die Hunde die ich kenne und gesundheitliche Probleme haben kriegen halt nur ausschließlich diese Fertignahrung und auch nicht gerade billige.
Natürlich muss ich dazusagen dass ich da jetzt nicht blind alles glaube was geschrieben wird, aber wenn man sowas liest macht man sich natürlich auch die entsprechenden Gedanken dazu.

Außerdem bin ich auch gerade kein Fan von Fertigggerichte und co. Natürlich in der heutigen Zeit ist es nicht mehr wegzudenken Fertiggerichte, Fertignahrung usw zu leben, denn es ist einfach bequemer :ja:
Aber ob die Bequemlichkeit halt doch gesundheitliche Probleme hervorruft früher oder später? Das weiss man halt nicht :weissnicht:

Die Tierärzte mit ihren Untersuchungsmethoden sind ja auch nicht mehr gerade die besten und da muss man auch schon fast Tierarzt sein um zu wissen ob das auch angebracht ist oder einfach nur Zeit rauszögern und mal ausprobieren. Mein Hund wurde schon sozusagen "tot geimpft" ich kann es nicht beweisen, ich kann es mir nur wie mit der Futterindustrie logisch erklären. Alle Impfungen auf einen so kleinen Körper? Damit kann das Immunsystem einfach nicht fertig werden. Aber wie gesagt ich finde es traurig, nicht jeder beschäftigt sich mit sowas und ist kein Tierarzt oder Biochemiker um das alles zu wissen und man verlässt sich einfach darauf, was gesagt wird auch das richtige ist.

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Re: Tierfutterindustrie - Alles nur Betrug?

Beitrag von Silvie » 24. Sep 2012 18:51

ich sehe das genau wie Dobby...

Meine Hunde werden zum Grossteil gebarft- ABER, sie bekommen zwischendurch immer mal wieder ein gutes TroFu oder hochwertiges Nassfutter... der Grund ist ganz einfach.

Wenn ich unterwegs bin, sei es in den Ferien oder auf Rennveranstaltungen etc. kann/will ich nicht immer Rohfleisch mitschleppen. :nono:
Alternativ bekommen sie dann halt was anderes, und damit sie es auch ganz sicher vertragen füttere ich es ihnen auch sonst zur Abwechslung alle paar Tage mal :weissnicht:

Ich denke es ist wie bei uns Menschen auch- ab und zu mal einen Burger oder ne Tiefkühlpizze ist noch keiner dran gestorben... ausschliesslich davon leben, würde ich jedoch nicht wollen :zwinkern:

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Re: Tierfutterindustrie - Alles nur Betrug?

Beitrag von Vanny » 24. Sep 2012 19:23

Silvie du hast es auf den Punkt gebracht was ich versuche zu erklären.
Natürlich weiss jedes das Fertignahrung nicht das beste ist und barfen ( wenn man es kann ) natürlich viel gesünder ist.
Ich gib meinem auch ab und zu mal Trockenfutter oder Nassfutter wenn gerade kein Rohfleisch da ist.
Aber was ich damit vermitteln wollte, dass ich die Tierfutterindustrie jetzt nicht komplett in den Dreck ziehen möchte da wird es sicher irgendwo auch Firmen geben wo ihre Arbeit sehr zu Herzen nehmen als die Großkonzerne wo nur auf das Geld aus sind :ja:

Aber ausschließlich nur Fertignahrung anzubieten ist finde ich persönlich ungesund für den Hund. Und wie ich jetzt schon erlebt habe die NUR Fertignahrung gefüttert haben, auch gesundheitliche Probleme jetzt mit sich tragen.

Nakura

Re: Tierfutterindustrie - Alles nur Betrug?

Beitrag von Nakura » 24. Sep 2012 22:23

Huhu,

Zu diesem Thema kann man wirklich nur sagen Papier ist geduldig.

Die genannten Firmen wie royal canin oder ähnliche haben auch meiner Meinung nach nicht die beste Qualität, trotzdem gibt es Hunde die das Futter ein leben lang bekommen und damit super klar kommen.
Das Problem des "perfekten" Futters sind auch die vielen verschiedenen Typen, wenn ich Motte zu viel Fleisch gebe braucht sie zum verdauen 30 Minuten. Dann kann sie aus 10 Metern in eine Maggi-Flasche kacken, was mich nicht davon abhält ihr trotzdem immer mal wieder ein wenig zu geben.
Wenn ihr selbst mal prüfen wollt wie schnell etwas verdaut und wieviel davon überhaupt resorbiert wird könnt ihr euren Hund einfach mal einen Tag hungern lassen. Am nächsten Tag füttert ihr dann entweder nur das eine oder das andere, dann messt ihr die Zeit bis es wieder raus kommt und die Menge im Verhältnis zur gefütterten Menge. Etwa eine Woche später macht ihr das selbe mit dem anderen Futter.
Einige Sachen sollten dabei aber beachtet werden: der Ernährungszustand sollte dementsprechend sein und der Hund sollte an beiden "Testtagen" möglichst die gleiche Menge an Belastung haben.
Was ihr dann habt ist also die Zeit die das Futter zum durchlaufen des Organismus braucht und die Menge die wirklich auch im Tier bleibt.

Zu der netten Lektüre "Katzen würden Mäuse kaufen" habe ich selbst ausgiebig recherchiert (u.a. auch in der TiHo Hannover) und kann nur wiederholen Papier ist geduldig. Das Buch ist zwar mit schönen scheinargumenten untermauert aber wer genauer nachfragt findet auch Antworten.

Es gab hier schon diverse Diskussionen dieser Art und ich stimme vollkommen damit überein, dass man kein schwarz-weiß denken entwickeln sollte. Es geht hier um das Wohlergehen von Individuen und nicht um die Farbe des Himmels.

Bei fragen schickt mir gerne eine PN ansonsten halte ich mich aber aus diesem immer wieder auftretenden Thema lieber raus.

LG Nina

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