Frühjahrszecken sind besonders gefährlich

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Nupsi
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Frühjahrszecken sind besonders gefährlich

Beitrag von Nupsi » 15. Apr 2010 12:40

Frühjahrszecken besonders gefährlich - Tierärzte sehen Borreliose, Babesiose & Co. immer häufiger bei Hunden

Hunde, die durch Wiesen und Wälder streifen, sind diesen Zeckenangriffen besonders ausgesetzt.

Jeder fünfte dieser Tage auf Beute wartende Holzbock ist nach Angaben des Robert-Koch-Instituts mit Borreliose-Erregern infiziert und damit eine potenzielle Gefahr für Mensch und Hund.

Es sind die ausgewachsenen Zecken, die nach dem langen Winter bei wieder steigenden Temperaturen ein warmblütiges Opfer suchen, um vor der Paarung und Eiablage noch einmal Blut zu saugen.
Hunde, die durch Wiesen und Wälder streifen, sind diesen Zeckenangriffen besonders ausgesetzt.

Fast jeder Tierarzt in Deutschland hat schon einmal Borreliose bei einem Hund diagnostiziert.

Aber auch die durch die Auwaldzecke übertragene Babesiose tritt in Deutschland immer häufiger auf. Darauf lassen die Ergebnisse zweier Tierarztbefragungen schließen, die Bayer Vital im Abstand von zwei Jahren zur klinischen Relevanz von parasitenübertragenen Erkrankungen des Hundes (Canine Vector-Borne Diseases, CVBD) durchgeführt hat.
Die nächste Wiederholung der Befragung ist zum Saisonende 2010 geplant.

Der bisherige Trend ist eindeutig: Viele Tierärzte sehen eine Zunahme der Krankheitsfälle.
So lag der Anteil der befragten 109 Tierärzte, die im Jahr 2008 durch blutsaugende Parasiten übertragene Krankheiten selbst diagnostiziert haben, bei 90 Prozent für Borreliose (2006: 87 Prozent), 64 Prozent für Leishmaniose (53 Prozent), 42 Prozent für Babesiose und Ehrlichiose (37 bzw. 41 Prozent) sowie 16 Prozent für die Herzwurmerkrankung (15 Prozent).
Im Gegensatz zu Borreliose und Babesiose kommen Leishmaniose (Überträger: Sandmücken), Ehrlichiose (Überträger: Braune Hundezecke) und Herzwurm-Erkrankung (Überträger: Stechmücken) vor allem in Südeuropa vor.
Sie gelangen durch Urlaubsreisen mit dem Hund oder den Import von Tieren aus diesen Regionen nach Deutschland.

Obwohl die Borreliose 2008 am häufigsten auftrat, stuften 50 Prozent der befragten Tierärzte die Babesiose als problematischste CVBD-Erkrankung ein.
Der Erreger, ein nicht-bakterieller Einzeller namens Babesia canis, befällt die roten Blutkörperchen, vermehrt sich in ihnen und zerstört sie.
Im Verlauf der Krankheit kann es zu Blutarmut und Fieber kommen, später zu Gelbsucht und lebensbedrohlichem Organversagen.
Von den 92 in der Umfrage dokumentierten Babesiose-Fällen verliefen acht (neun Prozent) tödlich.
Die Babesiose erscheint den Tierärzten unter anderem deshalb so gefährlich, weil sich der Überträger, die Auwaldzecke, relativ schnell in Deutschland verbreitet hat.
Inzwischen wird die Zeckenart vor allem in Süddeutschland, entlang des Rheins und in Brandenburg gefunden.
Zudem gibt es in Deutschland weder eine Impfung gegen Babesiose noch ein zugelassenes Medikament zur Behandlung.

Umso dringlicher raten Tierärzte zur Prävention.
Für 95 Prozent der befragten Tierärzte heißt Prävention neben bestimmten Verhaltensmaßnahmen vor allem die Bekämpfung der Überträgerparasiten.
Dr. Regina Thomas empfiehlt spätestens ab März die regelmäßige Anwendung eines repellierenden Parasitenmittels, das Zecken abschreckt und tötet, bevor sie stechen können. „Wenn die Zecke nicht zum Saugen kommt, können auch keine Krankheitserreger ins Blut des Hundes übertragen werden“, erläutert die Tierärztin.
Das ideale Mittel wirke zudem nicht nur gegen Zecken, sondern gegen alle relevanten Blutsauger, wie Zecken, Mücken, Flöhe und Stechfliegen.

Weitere Informationen für Tierhalter zum Thema Parasiten von Hund und Katze gibt es unter www.parasitenfrei.de

Quelle:
Bayer Vital

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Whippetina
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Re: Frühjahrszecken sind besonders gefährlich

Beitrag von Whippetina » 15. Apr 2010 19:12

Jeff habe ich eben eine helle schon ziemlich große Zecke weg gemacht. Jetzt habe ich direkt n bissel Angst bekommen... Der Artikel kam ja just in Time ;)
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LaBoom
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Re: Frühjahrszecken sind besonders gefährlich

Beitrag von LaBoom » 15. Apr 2010 19:17

Wir wohnen in einer Gegend, in der sich Zecken sehr wohl fühlen und Spaziergaenge, bei denen 2 Hunden insgesamt 10 Zecken abgesammelt werden müssen, sind leider keine Seltenheit.(Sind wir im Urlaub in Norddeutschland, haben wir nicht eine einzige Zecke und das über Wochen.)Jede 3. Zecke soll Borrelioseübertraeger sein. Mein Rüde hatte vor 9Jahren Borreliose. Ich will so etwas NIE !!!wieder durchstehen müssen. Im Sommer 2008 hatte es mich erwischt. Seit Jahren ist die komplette(Menschen) Familie gegen FSME geimpft, Borrelioseimpfung würde nichts bringen (weder für den Hund noch für den Menschen), da es in Europa 3 unterschiedliche Erreger gibt, die Impfung aber aus den USA kommt, wo nur ein Borreliosetyp vorkommt.
Meinen Hunde ,jetzt 12 Jahre bzw. 9 Jahre , wollte ich eigentlich die Chemie ersparen. Habe mir sehr hübsche, unpolierte !Bernsteinkettchen angeschafft.Mit jeweils 3 Lederbaendern miteinander verknüpft, also unkaputtbar.Vielleicht, so hoffte ich, nicht nur schön anzusehen, sondern auch diese Theorie mit dem Bernstein und den Zecken geht auf. LEIDER, leider nein. Nach wie vor:Die Zecken finden meine Nasen auch in diesem Jahr begehrenswert.Und:Ich bin wieder zu Frontline übergegangen. Auch da dringen die Zecken in den Körper des Hundes ein, aber sie sterben ab, bevor sie ihr verheerend wirkendes Gift auf den Hund übertragen, ich waere froh, es gaebe auch Frontline für mich.
Eine oder mehrere Zecken ist nicht das Problem, wenn gerade diese eine Zecke mit Borrelien verseucht ist!
Jede Beziehung zwischen einem Tier und einem Menschen ist eine einzigartige Brücke, gebaut, um nur diese beiden zu tragen. Deshalb muss sie auch von ihnen selbst erschaffen werden.
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